Dresdner Verkehrsbetriebe erneuern Abfahrtstafeln an Haltestellen. Bis Mitte 2026 tauscht das Unternehmen einen Teil der elektronischen Anzeigen aus und erweitert zugleich das Angebot. Das Projekt kostet rund 573.000 Euro, wovon der Freistaat Sachsen gut 419.000 Euro fördert. 
Die Tafeln informieren minutengenau über die Ankunft der nächsten Busse und Bahnen und zeigen Linie sowie Fahrziel an. Im Fachjargon werden sie als dynamische Fahrgastinformation (DFI) bezeichnet.
Austausch am Hauptbahnhof und Pirnaischen Platz
Ab März ersetzt die DVB acht große LED-Matrixanzeigen: Vier hängen am Hauptbahnhof am Wiener Platz, vier weitere stehen am Pirnaischen Platz. Die alten Anlagen sind teils seit mehr als 20 Jahren in Betrieb und weisen inzwischen Pixelfehler sowie deutlichen Verschleiß auf. Der Austausch am Hauptbahnhof soll vor Ostern erfolgen, die Arbeiten am Pirnaischen Platz bis Ende April abgeschlossen sein.
Auch 17 LED-Anzeigen in Haltestellen-Stelen hatten das Ende ihrer Lebensdauer erreicht und wurden bereits 2025 ersetzt. Im Stadtbezirk Pieschen hat die DVB zudem die Anzeigetafeln in Alttrachau erneuert.
Neue ePaper-Displays im Einsatz
Eine besondere Lösung kommt an Haltestellen abseits des Stadtzentrums zum Einsatz: Am Riegelplatz in Dresden-Kaditz nutzt die DVB inzwischen die Variante DFI-light. Diese kommt ohne festen Stromanschluss aus. Ein Akku versorgt die Anzeige für mindestens drei Jahre, unterstützt durch ein kleines Solarmodul auf der Stele. Zuvor waren dort LCD-Displays im Einsatz.
Zusätzlich installiert das Unternehmen 18 weitere DFI-light-Anzeigen mit ePaper-Display. Die neuen Tafeln bieten bei 13 Zoll eine Auflösung von 1.600 mal 1.200 Pixeln und überzeugen durch höheren Kontrast sowie bessere Schärfe als die bisherigen LCD-Modelle. Nachts werden sie beleuchtet.
Zwei dieser Anzeigen sind bereits am Riegelplatz für die Buslinie 64 in Betrieb. Weitere Standorte sind unter anderem an der Overbeckstraße mit drei Geräten sowie am Krankenhaus Neustadt geplant.
Mehr als 700 Anzeigen im Netz
Im Netz der DVB sind derzeit mehr als 700 elektronische Abfahrtstafeln im Einsatz. Sie kündigen Busse und Bahnen minutengenau an und informieren zusätzlich über Störungen im Betrieb. Künftig soll ihre Zahl schrittweise weiter steigen.
Alle Abfahrten lassen sich außerdem in Echtzeit über die App DVBmobil abrufen.




Und im Übrigen werden alle DVB-Haltestellen stadtweit nur noch halb so oft gereinigt wie jahrelang zuvor. Die Pauschalzahlung an die beauftragte SRD wurde von 340.000 auf 170.000 € jährlich gekürzt, wie eine Ratsinfo-Anfrage nebenbei ergab. In 2025 wurde in Lokalmedien noch gesagt, die DVB überlege einen solchen Schritt zur Einsparung, dabei war die bisherige Reinigungshöhe Ende 2024 vorbei und schon das ganze Jahr 2025 wirksam geworden. Das sieht man nun an etlichen Haltestellen, die regelrecht zu Müllhalden (meist an den Rändern zu Grünflächen oder Nachbarn) werden. Immerhin sind die Leute selbst schuld, und verbringen ihre Wartezeit in ihrer wahrlichen Lebenswirklichkeit.
Minutengenau? Oft genug stehen da total falsche Zeiten drauf! Oder auf der einen Anzeige steht, dass die Bahn ausfällt, eine HST weiter fährt sie komischerweise pünktlich…
Vielleicht wäre es sogar denkbar auch die Uhrzeit anzuzeigen…
Hallo René Vits, soweit ich weiß, wird die voraussichtliche Wartezeit angezeigt, weil das die relevantere Information ist, und es sich in den meisten Fällen ja nur um einstellige Minutenbeträge handelt. Die kann man sich ja dann in eine Uhrzeit umrechnen. Wenn nur die Uhrzeit angezeigt würde, müsste man sich die Wartezeit ausrechnen. Und für beides ist wohl nicht genug Platz in der Anzeige.
Ich habe mir das System der dynamischen Fahrgastinformation (DFI) mal erklären lassen. Im ganzen Stadtgebiet hängen kleine Kontrollkästchen entlang der Strecken von Bus und Bahn. Darüber wird der aktuelle Stand der jeweiligen Bahn gemessen und dann die Entfernung zu den noch folgenden Haltestellen ausgerechnet. Die wird dann in Minuten an den DFI ausgegeben, weil das die relevante Information für den Wartenden an der Haltestelle ist.
Die angezeigte Zeit bezieht sich immer auf einen störungsfreien Verlauf.
Wenn nun zum Beispiel 17 Minuten angezeigt werden und sich innerhalb dieser Zeit ein Unfall ereignet passen die Zeiten natürlich nicht mehr.